Erwachsene 3 müssen nach Niederlage um Relegationsplatz bangen

„Das war ein gebrauchter Tag, eigentlich bei jedem von uns“, zog Herrenbergs Kapitän Max Hering ein ernüchterndes Fazit nach der doch überraschenden 3:9-Pleite seines Verbandsligateams beim TTC Ottenbronn. Schließlich befand man sich als Tabellenvierter beim bislang sieglosen Schlusslicht TTC Ottenbronn klar in der Favoritenrolle. „Die meisten von uns waren nicht richtig fit, Max Reger und Domenico Sanfilippo waren wenige Tage vor dem Spiel noch krank“, meinte Hering. Zusammen mit dem Wissen, dass es in der Partie aus tabellarischer Sicht quasi um nichts mehr geht – die Herrenberger haben den vorderen Mittelfeldplatz sicher, die Ottenbronner sind längst abgestiegen -, läuft dann auch mal in solch einer Partie nicht allzu viel zusammen. Zu Beginn gewann lediglich das Spitzendoppel Max Hering/Domenico Sanfilippo, die beiden anderen Doppel gingen knapp weg. Eher deutlich fielen hingegen die Einzelniederlagen von Max Hering, Max Reger und Martin Blume aus, die in den forsch aufspielenden Ottenbronnern Sebastian Krumtünger, Michael Holzhausen und Jannis Kappler ihre Meister fanden. Als dann auch noch Domenico Sanfilippo gegen Achim Kappler diverse Matchbälle ausließ, was dem TTC die 6:1-Führung einbrachte, sahen die Herrenberger frühzeitig ihre Felle davonschwimmen. Erst Ahmad El Haj Ibrahim beendete mit einem Dreisatzerfolg über Xaver Sautner die Negativserie. Max Reger gewann dann noch gegen Michael Holzhausen, mehr war allerdings nicht drin. Am kommenden Samstag geht man mit dem Vorhaben ins letzte Heimspiel, diese Niederlage wieder vergessen zu machen und gegen den Tabellennachbarn TV Rottenburg (18 Uhr, Aischbachhalle) zumindest noch den vierten Platz zu verteidigen. Am Sonntag (11 Uhr, Alte Turnhalle, Bad Wildbad-Calmbach) steigt beim nunmehr ebenfalls feststehenden Absteiger TV Calmbach das Saisonfinale.      

Lediglich einen Platz trennen den VfL Herrenberg II und den SV Rohrau im Mittelfeld der Bezirksliga, nach Punkten haben die Herrenberger allerdings klar die Nase vorn. Diese Überlegenheit machte sich dann auch im direkten Duell der beiden Gäuclubs bemerkbar, aus Rohrau entführte der VfL mit einem 9:5-Erfolg beide Zähler. Ralf Haug und Richard Göttler setzten sich zu Beginn gegen das Rohrauer Spitzendoppel Robert Romulewicz/Andreas Roller durch, Ahmad El Haj Ibrahim und Thommy Pagel ließen einen Fünfsatzsieg über Rainer Stolz/Ralph Pfister folgen. In den Einzeln erwiesen sich vor allem Ahmad El Haj Ibrahim, Thommy Pagel und Elmar Fallscheer als Punktegaranten, sie ließen an ihren jeweiligen Paarkreuzen keinen gegnerischen Zähler zu. Fallscheer machte dabei gleich zwei Mal einen 1:2-Satzrückstand wett. Für die Rohrauer Einzelerfolge sorgten derweil Rainer Stolz, Robert Romulewicz, Ralph Pfister und Andreas Vogel. 

Durchaus optimistisch fuhr die Herrenberger Dritte zum fälligen Bezirksklasse-Kellerduell zum SV Gebersheim, nach einer durchaus respektablen Rückrunde wollte man nun mit einem Erfolg beim Schlusslicht die Chance auf den Relegationsplatz sieben wahren. Zumal die Gebersheimer bis dato in der zweiten Saisonhälfte noch keine Bäume ausrissen und ihr Spiel gegen Mötzingen zuletzt sogar kampflos abgeben mussten. Doch der Schuss ging nach hinten los: Zwar sorgten Holger Salmon, Eugen Artemenko und Sascha Müller in der Anfangsphase für die Herrenberger 4:3-Führung, in den darauffolgenden sechs Einzeln waren jedoch die Leonberger Vorstädter obenauf. Damit befindet sich der VfL Herrenberg III ein Spieltag vor Schluss wieder im Besitz der roten Laterne, kann aber – bei optimalen Ergebnissen der Konkurrenz – am 25. April im zweiten Abstiegsspiel gegen die SG Deufringen-Aidlingen II noch auf den Relegationsplatz springen. 

Thomas Holzapfel